Entstehung Judo

Die Wurzeln des Judo liegen in den körperlich schwachen Konstitutionen eines damals jungen Japaners, der aufgrund dessen wiederholt zum Opfer seiner Altersgenossen wurde –Jigorō Kanō (1860-1938). Er beschloss, dem einen Schluss zu setzen und begann somit im Alter von 17 Jahren mit dem Studium des Jiu Jitsu (Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung).

Jigorō Kanō wechselte aus verschiedenen Gründen immer wieder seine Lehrer, wodurch er sich abwechselnd speziell auf Randorie –das freie Kampftraining zum Erlernen der Ausführung der Techniken im Fluss des Kampfes, und Kata –festgelegte Abfolge verschiedener Techniken, konzentrierte. Durch die spätere Konzentration auf Nage Waza –die Wurftechniken, begann er eigene Techniken zu entwickeln, wie zum Beispiel den Uki-goshi oder den Trusi-komi-goshi (diese Beiden Techniken sind unter den Bildern in der Kategorie Techniken zu sehen)

So kam Jigorō Kanō auf die Idee, seine eigene Form des Jiu Jitsu zu entwickeln und es so für junge Leute attraktiver zu machen. Er legte nicht nur Wert auf die Kampftechniken, sondern verband körperliche und geistige Ausbildung miteinander. Neben den Wurftechniken wählte Kanō Bodentechniken –Katame Waza, Schlag-, Tritt- und Stoßtechniken –Atemi Waza. Dabei selektierte er jedoch jegliche Techniken aus, die nicht seinem obersten Prinzip entsprachen: „möglichst wirksamer Gebrauch von geistiger und körperlicher Energie“.

Kanō eröffnete 1882 sein eigenes Dōjō, das bekannt wurde als das Kōdōkan-Dōjō (Lehrhalle des Weges). Zu dieser Zeit lehrte er jedoch noch nicht das, was man heute unter Judo versteht, sondern noch eher ein reformiertes Jiu Jitsu. In einem stetig laufenden Prozess entwickelte sich daraus erst eine ganz neue Kampfsportart.

Zum Namen: Die Silbe „Ju“ bedeutet sowohl „sanft“ als auch „nachgeben“, „Do“ kann mit „Grundsatz“ und „Weg“ übersetzt werden. Damit sollen einerseits die beiden Säulen dieses Sports überliefert werden: „Siegen durch Nachgeben“ und „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“. Andererseits möchte Jigorō Kanō darauf hinweisen, dass sich der Übende nie am Ziel seiner Ausbildung befindet, sondern immer auf dem Weg zu diesem ist. Ein Judoka hört somit niemals auf, diese Philosophien in sich zu tragen, nicht im Alter und auch nicht außerhalb des Dōjō!

 


Quellen:
Wikipedia