Erfolgreicher Auftakt der ersten Judo-Austria-Techniker-Tagung in Obertraun

     Am vergangenen Wochenende fand im Bundessport- und Freizeitzentrum Obertraun erstmals die Judo-Austria-Techniker-Tagung statt – und schon zur Halbzeit konnte die Veranstaltung als voller Erfolg verbucht werden. Insgesamt rund 160 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich folgten der Einladung des Österreichischen Judoverbandes. Vertreten waren Dan-Prüfer:innen, Funktionär:innen, Kampfrichter:innen, Trainer:innen und Coaches aus allen Landesverbänden.

Auch unsere Sektion war aktiv vertreten: Christina, Philipp und Patrick nahmen an der Tagung teil und konnten viele wertvolle Impulse für die zukünftige Arbeit im Verein mitnehmen.

Austausch, Einheitlichkeit und gemeinsames Verständnis

Die Idee zur gemeinsamen Techniker-Tagung stammt von ÖJV-Vorstandsmitglied Thomas Stückler. Ziel war es, alle zentralen Akteur:innen des österreichischen Judosports an einem Ort zusammenzubringen, um einen offenen Gedankenaustausch zu ermöglichen und ein einheitliches technisches und strategisches Verständnis zu entwickeln.

Ein Großteil des Programms fand dabei ganz bewusst auf der Matte im weißen Judogi statt. Inhalte wie neue Wettkampfregeln, Kata als Grundlage des Judosports sowie der methodische Technikaufbau wurden nicht nur theoretisch besprochen, sondern gemeinsam trainiert und diskutiert.

„Wir versuchen möglichst transparent zu informieren, trainieren gemeinsam und stimmen unsere Standpunkte ab. Das Feedback ist bis jetzt extrem positiv“, zeigte sich Thomas Stückler mit dem Verlauf der Tagung sehr zufrieden.

Neue IJF-Regeln im Fokus

Ein zentrales Thema der Tagung waren die neuen IJF-Wettkampfregeln, die aktuell evaluiert werden und pünktlich zum Start der Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 verbindlich in Kraft treten sollen.

Im Rahmen der Tagung sprach Judo Austria mit dem heimischen IJF-Kampfrichter Roland Poiger, der die Entwicklungen aus internationaler Sicht einordnete. Besonders positiv hervorgehoben wurde die Wieder-Einführung der Yuko-Wertung, die zu mehr Aktionen, schnelleren Entscheidungen und weniger Strafen geführt hat. Auch der Griffkampf und das Thema Zeitschinden hätten sich klar in die gewünschte Richtung entwickelt.

Gleichzeitig wurde betont, dass es weiterhin Anpassungen im Regelwerk geben wird. Erfahrungen aus internationalen Turnieren – etwa beim Grand Slam in Paris – fließen laufend ein und werden anschließend schrittweise auch in Österreich umgesetzt. Die transparente Kommunikation, unter anderem durch Workshops wie in Obertraun, spielt dabei eine zentrale Rolle.

Mehrwert für Vereine und Athlet:innen

Für Christina, Philipp und Patrick war die Teilnahme an der Techniker-Tagung besonders wertvoll. Der direkte Austausch mit Kampfrichter:innen, Trainer:innen und Funktionär:innen ermöglicht ein besseres Verständnis für aktuelle Entwicklungen im Judo – sowohl im Wettkampf- als auch im Ausbildungsbereich.

Die Erkenntnisse aus Obertraun werden nun in die Vereinsarbeit eingebracht und kommen damit direkt unseren Judoka zugute – im Training, bei Prüfungen und bei Wettkämpfen.

Wir freuen uns, Teil dieses wichtigen Austauschs gewesen zu sein, und sind überzeugt:



Gemeinsames Lernen, offener Dialog und einheitliche Standards sind der Schlüssel für die Zukunft des österreichischen Judosports.